3.9 Boya Lake

Bei bewölktem Wetter trennen sich unsere Wege wieder, da ich gerne etwas früher starten möchte, da ich ja ein recht striktes Zeitlimit habe, und demnach einige Kilometer schaffen muss.
Es geht über den hügeligen Alaska Highway weiter Richtung Cassiar Junction:

Und nach einiger Zeit fängt es auch wieder an zu regnen:

Entweder die Hügel oder mein fehlendes Training zwingen mich dann aber nach 85 km an einer Raststätte zu halten und einige Sonnenblumenkerne zu verdrücken. Nach kurzer Zeit hält ein Wohnwagen-Pickup, und ich entscheide mich spontan zu trampen, Regen, Zeitdruck und körperliche Ausgelaugtheit sind ein paar Faktoren, die dazu führen. Sie nehmen mich auch direkt mit, und sagen mir, dass sie mit einem kleinen Umweg über Watson Lake auch den Cassiar Highway entlang fahren wollen, ich nehme den Umweg gerne in Kauf, denn dort kann ich noch vergleichsweise gut aufstocken (größtes Dorf seit Whitehorse und den ersten 1200km meiner Reise)
Nach ein wenig Shopping geht es weiter über den Cassiar Highway zum Boya Lake, wo ich eingeladen wurde zum BBQ(was ich natürlich gern angenommen habe). Gute Entscheidung zu trampen.

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4.9 Dease Lake

Nachdem ich zum Frühstück eingeladen wurde(was natürlich nicht verschmäht wird 😉 ), werde ich gefragt, ob ich noch weitertrampen möchte, dem Wetterbericht zufolge soll es den Tag regnen, was es auch zu dem Zeitpunkt tat, daher siegt meine Faulheit. Außerdem ist der Cassiar Highway wirklich einsam, daher alle 150km kommt mal ein Platz, wo man vielleicht das Glück hat einen Menschen außerhalb eines Autos zu sehen, ansonsten gibt es alle 50 km eine Rest Area mit Plumpsklo, dazwischen ist Wildnis… Also geht es weiter mit dem Auto durch teils recht hübsche Landschaft. In Dease Lake fühl ich mich aber langsam schuldig weiterzuradeln, und steige wieder auf mein Rad um. Nette Leute mit denen ich da gefahren bin!
Gemütlich gehe ich den 450m Uphill an:

und komme dann knapp um 6 an einem See an:

der mich dazu überredet dort ein Zelt aufzustellen.

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5.9 Todagin Creek

Es scheint die ganze Nacht zu regnen, am Morgen verstärkt sich dieser Regen anscheinend noch, und „hindert“ mich aus dem Zelt zu kommen, nach einiger Zeit und deutlich gesunkener Stimmung beiße ich dann aber in den sauren Apfel und fahre los. Meine Stimmung wird noch weiter durch nicht funktionierendes Ladeequipment getrübt. Immerhin geht es die ersten 30 km nur den Berg runter… Nachdem der Downhill erledigt ist scheint nach einiger Fummelei auch mein Ladegerät zu funktionieren, da bessert sich die Stimmung schon mal, denn ohne mein Smartphone – geht – reisen zwar(gibt ja nur eine Straße hier) , lässt sich aber wesentlich schlechter planen. Auch der Regen lässt allmählich nach, aber es zieht ein immer stärker werdender Gegenwind auf, der erheblich ausbremst.
Ein paar Bildchen zwischendurch:

Nach ein paar endlos erscheinenden Kilometern über den Cassiar Highway, komme ich in Iskut einem kleinen Örtchen mitten im Nirgendwo an, dort kann ich doch tatsächlich die erste heiße Dusche auf dem Kontinent in Anspruch nehmen, und ein wenig mit leidlich funktionierenden Wifi die Zeit vertreiben. Nach ein paar Minuten mach ich mich dann aber auf in den weiteren Kampf gegen den Gegenwind, den ich dann am Todagin Creek beende:

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